Übersicht der wichtigsten Digitalsysteme

Auf dieser Seite finden Sie eine chronologische Übersicht über Digitalsysteme, mit denen Modellbahnen gesteuert werden können.

Abkürzung Erscheinungsjahr Adressen Fahrstufen Funktionen
dn.gif (870 Byte)Selectrix Sx 1982 112 * x 31 2
dn.gif (870 Byte)Motorola 1 MM1 1984 80 + 256 14 5
dn.gif (870 Byte)Fleischmann Digital FMZ 1985 119 + 476 16 1
dn.gif (870 Byte)Digital Command Control DCC 1988 10239 + 2048 128 12
dn.gif (870 Byte)Motorola 2 MM2 1994 80 + 256 14 5
dn.gif (870 Byte)Motorola 2 (erweitert) MM2 1999 255 + 320 14 5
dn.gif (870 Byte)Märklin Systems mfx 2004 16384 128 16

Details

In den folgenden Tabellen sind kurze Informationen zu den einzelnen Digitalsystemen aufgelistet. Die Liste der Eckdaten gibt den heutigen Stand an, also Ende 2005.

In der Liste der Hersteller sind nur beispielhaft einige Firmen aufgeführt. Unterteilt sind sie in Systemanbieter, bei denen das komplette Zubehör für ein Digitalformat im Programm ist, Decoder- und Zentralen-Hersteller.

Soweit möglich finden sich Links zu weiterführenden technischen Informationen.

Selectrix (Sx)

Erscheinungsjahr 1982
Eckdaten Adressen: 112 pro Bus
Fahrstufen: 31
Funktionen: 2
Geschichte Entwickelt wurde Selectrix Anfang der 80er Jahre von der Firma Döhler und Haas. Bis Ende der 80er Jahre wurde Selectrix exklusiv von Trix vertrieben, anschließend traten auch andere Hersteller auf den Plan. Trix geht mittlerweile dazu über, sich dem verbreiteteren dn.gif (870 Byte)DCC-Format anzuschließen, hat Selectrix aber noch im Programm.
Besonderheiten Selectrix überträgt die Daten sehr schnell an alle Systemkomponenten. Der Sx-Bus dient sowohl der Übertragung zwischen den Steuerungselementen als auch der Übertragung zum Gleis. Die Decoder sind sehr klein, so daß sich dieses System auch für Spur N oder gar Z eignet. Insgesamt ist Selectrix sehr zuverlässig, hat jedoch deutlich geringere Verbreitung als DCC.

Die Anzahl der Adressen läßt sich erweitern, indem mehrere Sx-Busse verwendet werden. Aktuelle Zentralen stellen schon von Haus aus zwei Busse zur Verfügung, von denen einer für Weichen und zur Rückmeldung verwendet werden kann, der andere zur Steuerung von Loks.

Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Trix, extern.gif (1019 Byte)Müt-Digirail, extern.gif (1019 Byte)Rautenhaus, extern.gif (1019 Byte)Uhlenbrock
Informationen Nähere Informationen zu Selectrix gibt es bei extern.gif (1019 Byte)1zu160.

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Motorola 1 (MM1)

Erscheinungsjahr 1984
Eckdaten Adressen: 80 Loks / 256 Magnetartikel
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5
Geschichte Motorola 1 wurde Mitte der 80er Jahre von Märklin auf den Markt gebracht. Der Name stammt vom Hersteller der ursprünglich verwendeten Chips. Da dieses Format nahezu untrennbar mit "Märklin digital" verbunden ist, spricht man auch von "Märklin Motorola 1" (MM1).
Besonderheiten In diesem System gibt es keine absolute Fahrtrichtung. Die Sonderfunktionen F1 - F4 wurden nachträglich auf Umwegen in das System gebracht und haben sich nicht nennenswert durchgesetzt. Für Magnetartikel stehen 256 Adressen zur Verfügung.
Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Märklin, extern.gif (1019 Byte)Uhlenbrock, extern.gif (1019 Byte)Tams
Decoder: extern.gif (1019 Byte)Viessmann
Informationen Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf extern.gif (1019 Byte)Dr. Königs Märklin-Digital-Seiten.

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Fleischmann Digital (FMZ)

Erscheinungsjahr 1985
Eckdaten Adressen: 119 Loks / 476 Magnetartikel
Fahrstufen: 16
Funktionen: 1
Geschichte Als Mitte der 80er die Mitbewerber ihre Digitalsysteme ins Rennen schickten, wollte auch Fleischmann nicht zurückstehen. Mittlerweile wird FMZ selbst bei Fleischmann durch dn.gif (870 Byte)DCC abgelöst. Die aktuelle Zentrale ist eine leicht abgewandelte Intellibox, die DCC und FMZ spricht.
Besonderheiten Informationen zu FMZ sind nicht leicht zu bekommen. Das System ist über die Grenzen der Fleischmann-Welt praktisch nicht hinausgekommen und wird auch dort zunehmend verdrängt.
Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Fleischmann
Informationen Nähere Informationen zu FMZ finden sich auf den Seiten von extern.gif (1019 Byte)Uli Johann.

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Digital Command Control (DCC)

Erscheinungsjahr 1988
Eckdaten Adressen: 10.239 Loks / 2048 Magnetartikel
Fahrstufen: 128
Funktionen: 12
Geschichte DCC wurde ursprünglich von der Firma Lenz entwickelt und von Märklin und Arnold für deren Gleichstrom-Spuren (Märklin Spur 1, Arnold N) vertrieben. Mit Umstieg auf Motorola 2 endete die Zeit für DCC bei Märklin, lebte jedoch bei anderen Firmen weiter. DCC wurde in den USA von der NMRA (National Model Railroad Association) zum Standard erklärt und wird von vielen Firmen weiterentwickelt.
Besonderheiten Die Angaben zu Adressen, Fahrstufen und Funktionen sind Maximalwerte. Was davon letztlich nutzbar ist, hängt vom verwendeten Decoder und von der Zentraleinheit ab. So gibt es Decoder und Zentralen, die nur 14 oder 28 Fahrstufen beherrschen. Adressen sind oft auf 99 oder 9999 beschränkt. Decoder und Zentraleinheiten lassen sich ggf. auf die geringeren Fähigkeiten anderer Komponenten einstellen. Wird diese Einstellung nicht korrekt vorgenommen, kann es zu Fehlfunktionen kommen.

Die Einstellung erfolgt ausschließlich durch Programmierung über die Zentrale. Die Daten für Adreß- und andere Einstellungen werden in Konfigurationsvariablen (configuration variable, CV) im Decoder gespeichert, die ebenfalls weitgehend genormt sind. Die Werte in den CVs können über die Zentraleinheit auch ausgelesen werden.

Die Vielzahl der Hersteller von DCC-Zubehör bedeutet eine verwirrende Vielfalt auf den ersten Blick, garantiert jedoch ein Höchstmaß an Innovation und Wirtschaftlichkeit.

Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Lenz, extern.gif (1019 Byte)Zimo, extern.gif (1019 Byte)Uhlenbrock, extern.gif (1019 Byte)Tams
Decoder: extern.gif (1019 Byte)ESU, extern.gif (1019 Byte)Torsten Kühn, extern.gif (1019 Byte)Viessmann
Informationen Technische Informationen zu NMRA-DCC finden sich auf extern.gif (1019 Byte)dcc.info (englisch).

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Motorola 2 (MM2)

Erscheinungsjahr 1994
Eckdaten Adressen: 80 (Loks), 256 (Magnetartikel)
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5
Geschichte Das Nachfolgesystem von up.gif (869 Byte)Motorola 1 wurde von Märklin Anfang der 90er Jahre auf den Markt gebracht. Auch Motorola 2 (MM2) ist weitgehend das "Haussystem" der "Märklinisten" geblieben, das zudem das frühere up.gif (869 Byte)DCC für Spur 1 abgelöst hat.
Besonderheiten Motorola 1 und Motorola 2 sind vom Datenformat her weitgehend identisch, so daß MM1-Lokomotiven auch problemlos auf MM2-Anlagen fahren können und umgekehrt. Die in MM2 vorhandene absolute Fahrtrichtung wird von MM1 nicht unterstützt. Der Umschaltimpuls ist in MM2 jedoch noch vorhanden, so daß dieser "Mangel" nicht sofort auffällt. Die Ansteuerung der Funktionen F1 - F4 ist anders gelöst, daher können Funktionsdecoder für MM1 nicht mit MM2 gesteuert werden und umgekehrt.

Eine "abgespeckte" Version von MM2 wurde unter dem Namen "Delta" verkauft. Delta-Zentralen können nur Loks auf 5 der 80 Adressen aus MM2 ansteuern, Loks mit Deltadecoder lassen sich auf 16 der 80 Adressen einstellen. Es gibt hier zunächst noch keine schaltbare Sonderfunktion, später wird das Delta-System entsprechend erweitert. Die ersten Delta-Decoder verwendeten noch MM1.

Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Märklin, extern.gif (1019 Byte)Uhlenbrock, extern.gif (1019 Byte)Tams
Decoder: extern.gif (1019 Byte)Torsten Kühn, extern.gif (1019 Byte)ESU, extern.gif (1019 Byte)Viessmann
Informationen Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf extern.gif (1019 Byte)Dr. Königs Märklin-Digital-Seiten.

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Motorola 2 (erweitert)

Erscheinungsjahr 1999
Eckdaten Adressen: 255 Loks / 320-1020 Magnetartikel
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5
Geschichte Mit Einführung der Intellibox steht eine Zentraleinheit zur Verfügung, die alle theoretisch nutzbaren Adressen im up.gif (869 Byte)MM2-Datenformat erschließt. Mehrere Hersteller bauen diese Erweiterung in ihre Decoder ein. Mittlerweile gibt es mit der "MasterControl" von Tams eine weitere Zentrale, die das Motorola-Format nochmal auf 1020 Magnetartikel erweitert.
Besonderheiten Die Erweiterung auf 255 Loks und 320 (bzw. 1000) Magnetartikel ist nur mit Komponenten von Fremdherstellern möglich. Dies ist erwähnenswert, da bis zur Einführung der Intellibox das Motorola-Format ausschließlich durch Märklin vorgegeben wurde. Eine markenreine Märklin-Anlage bleibt mit Motorola auf 80 Loks und 256 Magnetartikel beschränkt.
Hersteller Systemanbieter: extern.gif (1019 Byte)Uhlenbrock, extern.gif (1019 Byte)Tams
Decoder: extern.gif (1019 Byte)Torsten Kühn, extern.gif (1019 Byte)ESU, extern.gif (1019 Byte)Viessmann
Informationen Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf extern.gif (1019 Byte)Dr. Königs Märklin-Digital-Seiten.

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Märklin Systems (mfx)

Erscheinungsjahr 2004
Eckdaten Adressen: 16384
Fahrstufen: 128
Funktionen: 16
Geschichte Im Auftrag von Märklin wurde Märklin Systems von ESU entwickelt. Seit 2004 gibt es die ersten Komponenten. Es zeichnet sich ab, daß mfx in der Märklin-Welt der neue Standard werden wird.
Besonderheiten Wird eine Lok auf das Gleis gestellt, meldet sie sich an der Zentrale an. Dort wird sie nicht mehr über eine abstrakte Nummer ausgewählt, sondern mit Namen angezeigt und zur Auswahl angeboten. Die mögliche Anzahl von Adressen, Fahrstufen und Sonderfunktionen ist zeitgemäß, die Funktionsvielfalt wird jedoch nicht von allen Decodern und Steuereinheiten voll unterstützt. Es stehen noch eine Reihe von Komponenten aus, mit denen das System vervollständigt wird.
Hersteller Systemhersteller: extern.gif (1019 Byte)Märklin
Decoder: extern.gif (1019 Byte)ESU
Informationen Weiterführende Informationen zu Systems gibt es derzeit noch nicht, daher hier nur die Verweise auf die offiziellen Seiten zu von extern.gif (1019 Byte)Märklin Systems.

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Letzte Änderung dieser Seite: 24.12.2005