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Übersicht der wichtigsten Digitalsysteme
Auf dieser Seite finden Sie eine chronologische Übersicht über Digitalsysteme, mit
denen Modellbahnen gesteuert werden können.
Details
In den folgenden Tabellen sind kurze Informationen zu den einzelnen Digitalsystemen
aufgelistet. Die Liste der Eckdaten gibt den heutigen Stand an, also Ende 2005.
In der Liste der Hersteller sind nur beispielhaft einige Firmen aufgeführt. Unterteilt
sind sie in Systemanbieter, bei denen das komplette Zubehör für ein Digitalformat im
Programm ist, Decoder- und Zentralen-Hersteller.
Soweit möglich finden sich Links zu weiterführenden technischen Informationen.
Selectrix (Sx)
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| Erscheinungsjahr |
1982 |
| Eckdaten |
Adressen: 112 pro Bus
Fahrstufen: 31
Funktionen: 2 |
| Geschichte |
Entwickelt wurde Selectrix Anfang der 80er Jahre von der Firma Döhler und Haas. Bis
Ende der 80er Jahre wurde Selectrix exklusiv von Trix vertrieben, anschließend traten
auch andere Hersteller auf den Plan. Trix geht mittlerweile dazu über, sich dem
verbreiteteren DCC-Format
anzuschließen, hat Selectrix aber noch im Programm. |
| Besonderheiten |
Selectrix überträgt die Daten sehr schnell an alle Systemkomponenten. Der Sx-Bus
dient sowohl der Übertragung zwischen den Steuerungselementen als auch der Übertragung
zum Gleis. Die Decoder sind sehr klein, so daß sich dieses System auch für Spur N oder
gar Z eignet. Insgesamt ist Selectrix sehr zuverlässig, hat jedoch deutlich geringere
Verbreitung als DCC. Die Anzahl der Adressen läßt sich erweitern, indem mehrere
Sx-Busse verwendet werden. Aktuelle Zentralen stellen schon von Haus aus zwei Busse zur
Verfügung, von denen einer für Weichen und zur Rückmeldung verwendet werden kann, der
andere zur Steuerung von Loks. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Trix, Müt-Digirail,
Rautenhaus, Uhlenbrock |
| Informationen |
Nähere Informationen zu Selectrix gibt es bei 1zu160. |
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Motorola 1 (MM1)
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| Erscheinungsjahr |
1984 |
| Eckdaten |
Adressen: 80 Loks / 256 Magnetartikel
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5 |
| Geschichte |
Motorola 1 wurde Mitte der 80er Jahre von Märklin auf den Markt gebracht. Der Name
stammt vom Hersteller der ursprünglich verwendeten Chips. Da dieses Format nahezu
untrennbar mit "Märklin digital" verbunden ist, spricht man auch von
"Märklin Motorola 1" (MM1). |
| Besonderheiten |
In diesem System gibt es keine absolute Fahrtrichtung. Die Sonderfunktionen F1 - F4
wurden nachträglich auf Umwegen in das System gebracht und haben sich nicht nennenswert
durchgesetzt. Für Magnetartikel stehen 256 Adressen zur Verfügung. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Märklin, Uhlenbrock, Tams
Decoder: Viessmann |
| Informationen |
Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf Dr. Königs
Märklin-Digital-Seiten. |
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Fleischmann Digital (FMZ)
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| Erscheinungsjahr |
1985 |
| Eckdaten |
Adressen: 119 Loks / 476 Magnetartikel
Fahrstufen: 16
Funktionen: 1 |
| Geschichte |
Als Mitte der 80er die Mitbewerber ihre Digitalsysteme ins Rennen schickten, wollte
auch Fleischmann nicht zurückstehen. Mittlerweile wird FMZ selbst bei Fleischmann durch DCC abgelöst. Die
aktuelle Zentrale ist eine leicht abgewandelte Intellibox, die DCC und FMZ spricht. |
| Besonderheiten |
Informationen zu FMZ sind nicht leicht zu bekommen. Das System ist über die Grenzen
der Fleischmann-Welt praktisch nicht hinausgekommen und wird auch dort zunehmend
verdrängt. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Fleischmann |
| Informationen |
Nähere Informationen zu FMZ finden sich auf den Seiten von Uli Johann. |
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Digital Command Control (DCC)
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| Erscheinungsjahr |
1988 |
| Eckdaten |
Adressen: 10.239 Loks / 2048 Magnetartikel
Fahrstufen: 128
Funktionen: 12 |
| Geschichte |
DCC wurde ursprünglich von der Firma Lenz entwickelt und von Märklin und Arnold für
deren Gleichstrom-Spuren (Märklin Spur 1, Arnold N) vertrieben. Mit Umstieg auf Motorola
2 endete die Zeit für DCC bei Märklin, lebte jedoch bei anderen Firmen weiter. DCC wurde
in den USA von der NMRA (National Model Railroad Association) zum Standard erklärt und
wird von vielen Firmen weiterentwickelt. |
| Besonderheiten |
Die Angaben zu Adressen, Fahrstufen und Funktionen sind Maximalwerte. Was davon
letztlich nutzbar ist, hängt vom verwendeten Decoder und von der Zentraleinheit ab. So
gibt es Decoder und Zentralen, die nur 14 oder 28 Fahrstufen beherrschen. Adressen sind
oft auf 99 oder 9999 beschränkt. Decoder und Zentraleinheiten lassen sich ggf. auf die
geringeren Fähigkeiten anderer Komponenten einstellen. Wird diese Einstellung nicht
korrekt vorgenommen, kann es zu Fehlfunktionen kommen. Die Einstellung erfolgt
ausschließlich durch Programmierung über die Zentrale. Die Daten für Adreß- und andere
Einstellungen werden in Konfigurationsvariablen (configuration variable, CV) im Decoder
gespeichert, die ebenfalls weitgehend genormt sind. Die Werte in den CVs können über die
Zentraleinheit auch ausgelesen werden.
Die Vielzahl der Hersteller von DCC-Zubehör bedeutet eine verwirrende Vielfalt auf den
ersten Blick, garantiert jedoch ein Höchstmaß an Innovation und Wirtschaftlichkeit. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Lenz, Zimo, Uhlenbrock,
Tams
Decoder: ESU, Torsten Kühn, Viessmann |
| Informationen |
Technische Informationen zu NMRA-DCC finden sich auf dcc.info (englisch). |
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Motorola 2 (MM2)
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| Erscheinungsjahr |
1994 |
| Eckdaten |
Adressen: 80 (Loks), 256 (Magnetartikel)
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5 |
| Geschichte |
Das Nachfolgesystem von Motorola 1 wurde von Märklin Anfang der 90er Jahre auf den Markt
gebracht. Auch Motorola 2 (MM2) ist weitgehend das "Haussystem" der
"Märklinisten" geblieben, das zudem das frühere DCC für Spur 1
abgelöst hat. |
| Besonderheiten |
Motorola 1 und Motorola 2 sind vom Datenformat her weitgehend identisch, so daß
MM1-Lokomotiven auch problemlos auf MM2-Anlagen fahren können und umgekehrt. Die in MM2
vorhandene absolute Fahrtrichtung wird von MM1 nicht unterstützt. Der Umschaltimpuls ist
in MM2 jedoch noch vorhanden, so daß dieser "Mangel" nicht sofort auffällt.
Die Ansteuerung der Funktionen F1 - F4 ist anders gelöst, daher können Funktionsdecoder
für MM1 nicht mit MM2 gesteuert werden und umgekehrt. Eine "abgespeckte"
Version von MM2 wurde unter dem Namen "Delta" verkauft. Delta-Zentralen können
nur Loks auf 5 der 80 Adressen aus MM2 ansteuern, Loks mit Deltadecoder lassen sich auf 16
der 80 Adressen einstellen. Es gibt hier zunächst noch keine schaltbare Sonderfunktion,
später wird das Delta-System entsprechend erweitert. Die ersten Delta-Decoder verwendeten
noch MM1. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Märklin, Uhlenbrock, Tams
Decoder: Torsten Kühn, ESU, Viessmann |
| Informationen |
Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf Dr. Königs
Märklin-Digital-Seiten. |
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Motorola 2 (erweitert)
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| Erscheinungsjahr |
1999 |
| Eckdaten |
Adressen: 255 Loks / 320-1020 Magnetartikel
Fahrstufen: 14
Funktionen: 5 |
| Geschichte |
Mit Einführung der Intellibox steht eine Zentraleinheit zur Verfügung, die alle
theoretisch nutzbaren Adressen im MM2-Datenformat erschließt. Mehrere Hersteller
bauen diese Erweiterung in ihre Decoder ein. Mittlerweile gibt es mit der
"MasterControl" von Tams eine weitere Zentrale, die das Motorola-Format nochmal
auf 1020 Magnetartikel erweitert. |
| Besonderheiten |
Die Erweiterung auf 255 Loks und 320 (bzw. 1000) Magnetartikel ist nur mit Komponenten
von Fremdherstellern möglich. Dies ist erwähnenswert, da bis zur Einführung der
Intellibox das Motorola-Format ausschließlich durch Märklin vorgegeben wurde. Eine
markenreine Märklin-Anlage bleibt mit Motorola auf 80 Loks und 256 Magnetartikel
beschränkt. |
| Hersteller |
Systemanbieter: Uhlenbrock, Tams
Decoder: Torsten Kühn, ESU, Viessmann |
| Informationen |
Eine ausführliche Beschreibung der Motorola-Formate findet sich auf Dr. Königs
Märklin-Digital-Seiten. |
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Märklin Systems (mfx)
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| Erscheinungsjahr |
2004 |
| Eckdaten |
Adressen: 16384
Fahrstufen: 128
Funktionen: 16 |
| Geschichte |
Im Auftrag von Märklin wurde Märklin Systems von ESU entwickelt. Seit 2004 gibt es
die ersten Komponenten. Es zeichnet sich ab, daß mfx in der Märklin-Welt der neue
Standard werden wird. |
| Besonderheiten |
Wird eine Lok auf das Gleis gestellt, meldet sie sich an der Zentrale an. Dort wird
sie nicht mehr über eine abstrakte Nummer ausgewählt, sondern mit Namen angezeigt und
zur Auswahl angeboten. Die mögliche Anzahl von Adressen, Fahrstufen und Sonderfunktionen
ist zeitgemäß, die Funktionsvielfalt wird jedoch nicht von allen Decodern und
Steuereinheiten voll unterstützt. Es stehen noch eine Reihe von Komponenten aus, mit
denen das System vervollständigt wird. |
| Hersteller |
Systemhersteller: Märklin
Decoder: ESU |
| Informationen |
Weiterführende Informationen zu Systems gibt es derzeit noch nicht, daher hier nur
die Verweise auf die offiziellen Seiten zu von Märklin
Systems. |
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